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PUBLIKATIONEN / HOSPITIUM ECCLESIAE

Im Jahre 1954 erschien der erste Band der Schriftenreihe  „Hospitium Ecclesiae“ – Forschungen zur bremischen Kirchengeschichte – herausgegeben im Auftrage der Kommission für bremische Kirchengeschichte von Pastor Bodo Heyne und Dr. Kurd Schulz.

Den Titel  „Hospitium Ecclesiae“  wählte Bodo Heyne seinerzeit nicht ohne Grund. Er erläuterte dies in seinem Vorwort von Band 1 wie folgt:

[Zitat]
„Fast 300 Jahre lang (1557-1893)  hat über dem  Stadttor an der Weserbrücke in Bremen der Spruch gestanden, dem der Titel dieser Veröffentlichung entnommen ist

Conserva Domine Hospitium Tuae Ecclesiae.

Als Hort  und Helferin der um ihres Glaubens willen Verfolgten hat Bremen damals diesen Namen erhalten. Im Zeitalter der Religionskriege, insbesondere des 30jährigen Krieges, während der Eroberungszüge Ludwigs XIV., in den Verfolgungszeiten des Protestantismus in den außerdeutschen Ländern hat es diesen Namen bewährt. Seine Tore und Häuser haben stets offen gestanden, wenn vertriebene Glaubensgenossen um Aufnahme baten.Große Summen Geldes sind in die durch Kriege heimgesuchten Länder und Städte gegangen zur Steuerung leiblicher Not und zum Wiederaufbau der zerstörten Gotteshäuser.

Wenn nun diese Bezeichnung zum Titel für eine neue Reihe von Forschungen zur Bremischen Kirchengeschichte , die in diesem Jahr erstmalig erscheinen, gewählt worden ist, so ist dies deswegen geschehen, weil hieran an einem Beispiel vielleicht deutlich gemacht werden kann, welchen Zweck diese Veröffentlichung und die Arbeit des dahintersteckenden Kreises verfolgt….
[Zitatende]“

Die Themen-Vielfalt zur Bremischen Kirchengeschichte ist fast unendlich. Viele besondere Ereignisse, besondere Persönlichkeiten oder auch Themen sind in Vergessenheit geraten. Nur wenige Menschen machen sich heute Gedanken über die Entwicklung der Stadt, über die kirchengeschichtliche Entwicklung der Stadt oder auch das kirchliche Leben in den Stadtteilen. Vielen ist gar nicht bewusst, wie eng die Stadtgeschichte mit der Kirchengeschichte verbunden ist. Aber auch das Wirken von Reformern, von einstigen Bischöfen oder auch Theologen ist so umfänglich, dass es noch viel Raum zum Erforschen gibt.

Wurde zunächst in den ersten Ausgaben überwiegend Forschungsthemen zur Bremischen Evangelischen Kirche erörtert, stehen heute – im 21. Jahrhundert auch konfessionsübergreifende Themen auf der Agende der Vereinigung für Bremische Kirchengeschichte.

Nach Veröffentlichung von Band 26 im Jahre 2016 dauerte es leider einige Jahre, bis Ende 2025 der langersehnte Band 27 erschien.

Durch finanzielle Unterstützung durch die Bremische Evangelische Kirche war es von Beginn bis heute möglich, die Kosten für diese Schriftenreihe zu decken.